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Kirche Heckershausen

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Die Kirchturmuhr von Heckershausen

Glockengeläut anhören

uhr_untenNach 58 Jahren hat die Dorfkirche von Heckershausen wieder eine Kirchturmuhr!
1893 wurde die erste Turmuhr eingebaut. Sie kam von der Firma Weule in Bockenem, und sie musste täglich werden. Diese Arbeit wurde von den älteren Schuljungen, der 7ten und 8ten Klasse der Dorfschule verrichtet, die Jungen mussten auch das Läuten um 8 Uhr, um 11 Uhr und um 18 Uhr durchführen. Dabei wurden die Gewichte der Uhr wieder in die Höhe gekurbelt, und das jeden Tag.
Ein Gewicht für das Uhrwerk und einm Gewicht für das Schlagwerk. Die Uhr stand in einem Holzverschlag und die Läutejungen haben sich fast alle in den Brettern des Verschlages verewigt.
Eine interessante Dokumentation aus 7 Jahrzehnten bis 1953, als die Uhr nicht mwhr benutzt wurde, weil das Zahnrad abhanden gekommen war.

uhr_fensterSamstags und Sonntags war das dann die Aufgabe des Kirchendieners mit seiner Frau, die auch das Läuten vor dem Sonntäglichen Gottesdienst und zu anderen Anlässen, wie Beerdigungen machen mussten.
Durch Seile an jeder Glocke wurde diese zum Schwingen gebracht und wieder zum Stillstand. Man hatte dabei viel zu tun! Auch der Blasebalg der Orgel musste über einen Balken bedient werden, damit die Orgel gespielt werden konnte. Dann kam ein elektrisches Läutewerk und ein elektrisches Gebläse für die Orgel und es wurde vieles einfacher.

Aber die Turmuhr geriet in Vergessenheit. Das Ziffernblatt wurde an einen Handwerker verschenkt und ist seit dieser Zeit verschwunden.
2004 hat der Geschichtsarbeitskreis “Spurensicherung” nach Absprach mit dem damaligen Pfarrer Dally das Uhrwerk demontiert und aus dem Kirchturm geholt. In mühevoller Kleinarbeit haben die Mitglieder der Spurensicherung Norbert Schäfer, Werner Temme, Horst Rühl, Heinz Schönewald, Rolf Mantel und Erwin Ullrich die Teile gereinigt, neu angestrichen und das vuhr_turmerloren gegangene Zahnrad wieder herstellen lassen und in dem Eingang zum Gemeindesaal wieder funktionsfähig aufgestellt.
Das Werk ist heute ein Blickfang!   
Bericht siehe unten

Es mussten wieder 7 Jahre vergehe, bis man in der Zeit des Geldmangels einen Gönner fand, der sich bereit erklärte und eine moderne funkgesteuerte Turmuhr spendierte.
Der Kirchenvorstand gab grünes Licht und am 07.06.2011 war es dann soweit. Es wurde eine Arbeitsbühne geliehen, hier herzlichen Dank an die Firma Flörke aus Wettesingen. Horst Kleinschmidt, Horst Schönewald, Helmut Homburg und Erwin Ullrich montierten die Uhr an alter Stelle.
Zwei Tage später fand sich ein weiterer Gönner und eine zweite Uhr wurde auf der Südseite angebracht


Eine Kirchturmuhr ist umgezogen!

Wieder wie neu glänzt jetzt das Uhrwerk der 112 Jahre alten Turmuhr der Heckershäuser Kirche, die allerdings schon seit rund 50 Jahren nicht mehr die Zeit anzeigte und auch das in Zukunft nicht mehr tun wird. 

Restauriertes Uhrwerk der heckershäuser Kirche

Norbert Schäfer, Werner Temme und Erwin Ullrich vom Geschichtskreis Spurensicherung Heckershausen waren schon vor einiger Zeit auf den Gedanken gekommen, das Uhrwerk der Heckershäuser Kirchturmuhr wieder gangbar zumachen.
Die erste Turmbegehung fand am 30.03.2005 statt, hier wurde die alte Turmspitze mit der Wetterfahne zum Restaurieren in die Werkstatt von Werner Temme gebracht.
Am 06.04.2005 haben wir das Uhrwerk demontiert und den Schrank, in dem die Uhr stand, gereinigt.
Am 13.04.2005 ist das Uhrwerk, in seine Einzelteilen, in die Garage am Gemeindehaus umgezogen. Hier halfen Heinz Schönewald und unser Organist Horst Schönewald tatkräftig mit.
Die Eisenteile wie Spindeln und Hebel sowie die Abstandbolzen kamen in die Werksatt von Werner Temme. Dort wurde eine rotierende Drahtbürste eingesetzt um den Rost von einem Jahrhundert zu entfernen.
Die Bronzezahnräder und Wellen bekamen die gleiche Behandlung.
Das Untergestell mit den Beinen und die beiden Gussrahmen wurden vor der Garage im Pfarrhof entrostet und bekamen einen neuen Anstrich. Alle anderen Einzelteile wurden mit Zabonlack lackiert.

Die Entrostungsarbeiten und der Neuanstrich wurden ausgeführt von Werner Temme, Norbert Schäfer und Erwin Ullrich.
Rolf Mantel hat dann die Gussrahmen mit einer goldenen Verzierung versehen, wie es im Originalzustand einmal war.

Horst Rühl musste als Schreiner den Holzpendelstab für das 25 Kilo schwere Pendel erneuern, was ihm sehr gut gelungen ist.
Auch die Pendelaufhängung musste neu angefertigt werden, und es wurde schon bei der Demontage festgestellt, dass ein Zahnrad nicht mehr vorhanden war. Ebenso vermisst wird das Zifferblatt. Zwischenzeitlich kam es zu einem Gespräch mit Herrn Pfarrer Dally, vielleicht einen neuen Platz zu finden, denn das Uhrwerk sollte doch allen Bürger zugänglich sein, und nicht wieder im schwer zugänglichen Kirchturm verschwinden.
Herr Dally machte den Vorschlag, das Uhrwerk im Eingangbereich des neuen Gemeindesaales zu platzieren.

Jetzt konnte die Montage beginnen. An einem Mittwochvormittag im Mai 2005 haben wir das Uhrwerk in der Nische vor der Gemeindesaaltür wieder auf die Beine gestellt. Die beiden Spindeln wurden mit je 5 Meter neuem Drahtseil bestückt, an denen wieder die Gewichte hängen.
Das Pendel wurde platziert, die Gewichte hochgezogen, und schon war ein Ticken zu vernehmen. Feinarbeiten wurden noch durchgeführt. Das fehlende Zahnrad, das für die Schläge der Uhrzeit zuständig ist, wurde inzwischen von der Firma Gerhardt, in Naumburg/ Hessen nach den Konstruktionszeichnungen von Erwin Ullrich freundlicherweise angefertigt, es ist eingebaut, und erfüllt seine Funktion. Eine Glocke in Miniformat ersetzt die Glocke im Kirchturm.
Sie wird im Bedarfsfall auf das Uhrwerk gesetzt.
Aus Sicherheitsgründen wurde noch eine Acrylglasscheibe vor das Uhrwerk gesetzt, da eine Klemmgefahr sehr groß ist, wenn in das Uhrwerk gefasst wird.

Verfasser:
Erwin Ullrich, Heckershausen